{"id":2408,"date":"2015-11-19T15:02:47","date_gmt":"2015-11-19T15:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-bahati.de\/?page_id=2408"},"modified":"2015-11-19T15:48:04","modified_gmt":"2015-11-19T15:48:04","slug":"tourenplanung-review","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sy-bahati.de\/?page_id=2408","title":{"rendered":"Tourenplanung Review"},"content":{"rendered":"<p><strong>EUROPA<\/strong><\/p>\n<p>Die T\u00f6rnplanung f\u00fcr unsere Europaetappen war perfekt. Dabei hatten wir nat\u00fcrlich auch viel Gl\u00fcck. In den einzelnen Berichten sind unsere Erlebnisse nachzulesen. Hier eine kurze Zusammenfassung.<\/p>\n<p>Geplant waren einzelne T\u00f6rnabschnitte um zwischendurch wieder der normalen Arbeit in der Heimat nachgehen zu k\u00f6nnen. Insgesamt sind nat\u00fcrlich mehr Urlaubstage als gew\u00f6hnlich f\u00fcr die gesamte Tour ben\u00f6tigt worden. Aber letztendlich ist ein solches Vorhaben auch neben dem Beruf m\u00f6glich. F\u00fcr eine einzelne Person m\u00fcsste die Reise allerdings auf 2-3 Jahre aufgeteilt werden. Bis Gran Canaria haben wir gem\u00fctliche 60 Tage ben\u00f6tigt. Davon etwa 43 Werktage.<br \/>\nInsgesamt waren die Bedingungen \u00fcberwiegend sehr gut. Zwei Tage mussten wir wegen Starkwind an der spanischen Atlantikk\u00fcste im Hafen ausharren. Daf\u00fcr konnten wir die Biskaya auf direktem Weg mit dem Blister durchsegeln. Auch die Atlantik-Generalprobe von Lissabon bis Gran Canaria war eine absolut gutm\u00fctige Fahrt ohne wirkliche Probleme.<br \/>\nF\u00fcr unsere Etappen waren alle Transfers im Vorfeld geplant und gebucht. Speziell die Fl\u00fcge sollten nicht verpasst werden. Dabei hatten wir selbstverst\u00e4ndlich auch Reservezeit eingeplant. Wir sind\u00a0 niemals unter Zeitdruck geraten. Mit ein wenig Pech h\u00e4tte dies selbstverst\u00e4ndlich auch einmal schief laufen k\u00f6nnen. Aber selbst das h\u00e4tte sich auch irgendwie regeln lassen.<\/p>\n<p>Die Europa-Tour hat uns ungemein gefallen und wir haben es bedauert, dass wir nicht mehr Zeit daf\u00fcr eingeplant hatten. R\u00fcckblickend h\u00e4tten wir vielleicht die Reise bis Gran Canaria auf 2 Jahre verteilen sollen. Daf\u00fcr haben wir jetzt noch den R\u00fcckweg!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>ATLANTIK<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es auf dieser langen Strecke doch auch M\u00f6glichkeiten zu variieren. Unser Plan war es, die klassische Route zu nutzen. Also zun\u00e4chst Richtung S\u00fcdwest und sp\u00e4ter nach Westen. Dabei wird die vorherrschende Meeresstr\u00f6mung, die Kanaren- und sp\u00e4ter die Nord\u00e4quatorialstr\u00f6mung, genutzt und die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Passatwind zu sto\u00dfen, ist im S\u00fcden einfach gr\u00f6\u00dfer. Der Start wurde wegen Starkwind um einen Tag verschoben. Am Starttag hatten wir vor Las Palmas nur einen relativ schwachen Wind, aber noch eine ordentliche Welle von den windigen Vortagen. Die Startstrecke war insofern vorgegeben, als dass Gran Canaria auf der Steuerbordseite liegend umfahren werden musste. Vor Starkwind im s\u00fcdlichen Teil der Insel wurden wir gewarnt. Ebenso sollten wir bedenken, dass zwischen Gran Canaria und Teneriffa ein D\u00fcseneffekt den Wind verst\u00e4rkt und es hier zu sehr hohen Wellen kommen kann. Genau das wollten wir vermeiden und aus diesem Grund hielten wir an unserem Vorhaben fest, zun\u00e4chst mehr Richtung S\u00fcden zu segeln. Auch hier hatten wir einen Halbwind- bis Am-Wind Kurs und wir ben\u00f6tigten tats\u00e4chlich einige Zeit, um einen f\u00fcr den Wind und unsere Verfassung ertr\u00e4glichen Kurs zu finden. Sieht man diese \u00dcberfahrt sportlich, so haben wir hier am Anfang deutlich Zeit verloren. Nicht, weil wir zu langsam waren. Der direkte Westkurs w\u00e4re gemessen mit \u201eGeschwindigkeit zum Ziel\u201c deutlich schneller gewesen. Nachdem wir uns die ersten Tage durchgek\u00e4mpft hatten, beobachtetet und analysierten wir auch einige der uns bekannten Boote. Dabei fuhren die einen weiter n\u00f6rdlich und schon wesentlich weiter voraus und andere auch weiter s\u00fcdlich, die dann noch deutlich hinter uns lagen. Die ARC-Rennleitung schickte t\u00e4glich eine Liste der Schiffspositionen und Tagesetmale per Mail. Gegen Ende der Reise holten die \u201es\u00fcdlichen Boote\u201c auf. Insgesamt war aber der Passatwind im Jahr 2014 im S\u00fcden und Norden ann\u00e4hernd gleich, sodass die Nordroute (in diesem Jahr) die bessere Wahl gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Trotz der anf\u00e4nglichen \u201eOrientierungsprobleme\u201c und dem zwischenzeitlichen Rudergetriebeschaden haben wir die Strecke in 20 Tagen und 8 Stunden zur\u00fcckgelegt (488h). Das war f\u00fcr unser Boot ein unglaublich guter Schnitt von fast 6 kn, und es w\u00e4re noch mehr drin gewesen.<\/p>\n<p>Abschie\u00dfend ist noch zu erw\u00e4hnen, dass wir den Motor f\u00fcr das Zur\u00fccklegen einer Strecke nur in der letzten Nacht ben\u00f6tigt haben. Nach unserer Ankunft in St. Lucia hat der Passat einige Tage geschw\u00e4chelt und nach uns eintreffende Boote hatten mit dieser Flaute zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>KARIBIK<\/strong><\/p>\n<p>Die Planung war f\u00fcr die Karibik nicht bis ins Detail durchgeplant. Trotzdem gab es hier Fehleinsch\u00e4tzungen und aus diesem Grund auch kleinere Flugumbuchungen. Grunds\u00e4tzlich sollte es in den Norden gehen. Vorher wollte ich meine G\u00e4ste aber noch auf Barbados abholen. Bei dem starken Nordostpassat (nahezu) unm\u00f6glich. Am Wind Kurse beginnen hier bei 90\u00b0, also Ostsee Halbwind. Welle und Wind tragen dazu bei. Also mussten meine G\u00e4ste umbuchen. Wir einigten uns auf Grenada. Jeder sagte uns, dass wir auf jeden Fall die Tobago Cays uns ansehen m\u00fcssen. Recht hatten sie. Kleiner Gag am Rande: Nachdem meine G\u00e4ste umgebucht hatten, stellten sie fest, dass sie auch bei ihrem urspr\u00fcnglichen Flug nur auf Grenada h\u00e4tten aussteigen m\u00fcssen. Aber wer schaut sich schon alle Zwischenstopps an? Also erste Fehleinsch\u00e4tzung: Am Wind ungleich Am Wind. Zweiter Irrglaube: nur Sonne. Auch in der Karibik ist Winter und es regnet mitunter auch einmal einige Tage hintereinander. Deshalb auch die bewaldeten und gr\u00fcnen Inseln. Dritter Punkt: Das Bild vom Ankerplatz auf ruhigem tiefblauen Wasser, Palmen und Sonne. Bitte das \u201eruhige\u201c streichen. Viele tolle Ankerpl\u00e4tze liegen direkt im ungesch\u00fctzten Passatwind. Ein guter Anker und eine Ankerentlastung sind zwingend notwendig.<\/p>\n<p>Mit diesem Wissen sind wir bis Grenada gefahren und anschlie\u00dfend nach Norden, immer entsprechend vorbereitet: Zwischen den Inseln kann der Wind und die Welle ganz sch\u00f6n zuschlagen. Es sind dann aber fast immer relativ kurze Strecken. Zum Ende der Saison haben wir unser Schiff auf den BVI geparkt. Das war auch Ziel unserer Karibiktour. Die Entscheidung, das Boot \u00fcber den Sommer dort zu lassen, ist erst w\u00e4hrend des Karibikaufenthalts gefallen. Das Hurrikan-Risiko sind wir eingegangen. Will man sicher sein, so muss man das Schiff zu den ABC-Inseln oder Trinidad und Tobago bringen. Diese liegen au\u00dferhalb des Hurrikan-G\u00fcrtels. Das ist noch einmal eine weite Fahrt und die Pl\u00e4tze m\u00fcssen sehr\u00a0 fr\u00fch reserviert sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/sy-bahati.de\/?page_id=1456\">ZUR\u00dcCK<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EUROPA Die T\u00f6rnplanung f\u00fcr unsere Europaetappen war perfekt. Dabei hatten wir nat\u00fcrlich auch viel Gl\u00fcck. In den einzelnen Berichten sind unsere Erlebnisse nachzulesen. Hier eine kurze Zusammenfassung. 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